Das Schären ist eine Bearbeitungstechnik im Textilbereich und dient der Wirkerei- bzw. Webereivorbereitung und bezieht sich auf die Verarbeitung einer Vielzahl von Fäden – der „Fadenschar“.
Das Garn einer bestimmten Anzahl von Spulen wird zu einem Kettbaum zusammengeführt.

Das “Schären” ist heute noch eine der wichtigsten Arten der Materialvorbereitung für die Kettwirkerei. Fachleute sagen: “Gut geschärt ist halb gewirkt”.

Die erste bekannte Art des Schärens, nämlich das von Hand vorgenommene Zusammenführen und Aufwickeln der Fäden auf eine hölzerne Rolle, den Kettbaum, bildete jahrhundertelang die Grundlage für die Weberei.
Die erste Bandschärmaschine wurde von dem sächsischen Industriellen Louis Schönherr in Chemnitz konstruiert und gebaut.

Heutige moderne Direkt-Schäranlagen sind bis zu 55 m lang und 6m breit.
Die Spulengatter mit über 33 m Länge verfügen über Kompensationsfadenbremsen für jede der ca.1600 Abzugsstellen und sensorische Überwachung.